Die geplante Gedenkstätte für die Opfer der Colonia Dignidad in Chile steht weiter auf der Kippe. Konkret vereinbart sei bislang nur für den 11. September die Installation von Gedenktafeln auf dem Gelände der früheren Sekte von Auslandsdeutschen, sagte der Historiker Jens-Christian Wagner von der mit der Konzeptentwicklung beauftragten ehemaligen chilenisch-deutschen Expertengruppe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Anlass sei der 50. Jahrestag des Militärputsches gegen den damaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende (1908-1973) am 11. September 1973.
Dabei dürfe es aber nicht bleiben, sagte der Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Wagner forderte, an den Grundzügen des von den Experten vorgeschlagen Konzepts einer Gedenkstätte mit Dokumentationszentrum und Bildungsarbeit festzuhalten. „Eine Gedenk- und Dokumentationsstätte ist deutlich mehr als Gedenktafeln“, sagte er.

