Das Kinderhilfswerk fordert zügig mehr Unterstützung für arme Familien. Bis zum Inkrafttreten einer Kindergrundsicherung müsse es kurzfristige Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut geben, erklärte das Hilfswerk am Montag in Berlin. Es müsse vor allem deutliche Nachbesserungen bei den Bürgergeld-Regelsätzen für Kinder und Jugendliche geben. Zudem brauche es mehr Anstrengungen, um etwa die Inanspruchnahme des Kinderzuschlags weiter zu steigern.
Nach Angaben des Kinderhilfswerks ist der prozentuale Anteil von Kindern und Jugendlichen nach wie vor auf einem "historischen Höchststand". Demnach beträgt der Anteil der unter 18-Jährigen in der Grundsicherung rund 33,9 Prozent. Vor zehn Jahren habe der Anteil bei 30,3 Prozent gelegen.
