Ohne Wasser kein Leben. Doch die wichtige Ressource wird immer knapper. Damit es nicht zu unfairer Verteilung kommt, fordern Hilfswerke ein Umdenken in der internationalen Wasserpolitik.
Mehrere Hilfswerke haben eine gerechtere Verteilung von Wasser sowie ungehinderte Zugänge dazu gefordert. Das Recht auf angemessene Nahrung und Wasser müsse als zentrales Ziel internationaler und nationaler Agrar- und Ernährungspolitik verankert werden, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses am Samstag. Gerichtet ist der Appell an die Internationale Agrarministerkonferenz, die seit Mittwoch in Berlin tagt.
Wasser sei die wichtigste Ressource für das Leben auf der Erde, werde jedoch immer knapper. Klimakrise und industrielle Landwirtschaft verschärften diese Verknappung, im Globalen Süden wie auch in Europa. “Wenn Wasser zur Ware wird, verlieren wir unsere Lebensgrundlagen”, warnte Lucia Birkmeir von der jungen Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft. “Ohne klare Regeln und gezielte Förderprogramme verlieren wir Böden, Höfe und am Ende unsere Ernährungssicherheit.”
Die Organisationen fordern außerdem von den Agrarministern der EU, Gelder im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) an soziale und ökologische Leistungen der Landwirtinnen und Landwirte zu knüpfen. Dazu zählten etwa klima- und biodiversitätsfördernde Maßnahmen.
Zu den Unterzeichnern des Appells gehören demnach neben der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, die Organisation Fian, die kirchlichen Entwicklungshilfswerke Brot für die Welt und Misereor sowie die kenianische Organisation Inkota.