Herrnhuter Brüdergemeine-Siedlungen als Welterbe nominiert
Die Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine in Großbritannien, den USA und Deutschland sind bei der diesjährigen Sitzung des Unesco-Welterbekomitees zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgeschlagen worden.
Gemeinsam mit dem bereits 2015 ausgezeichneten Christiansfeld in Dänemark sollen sie zu einer grenzüberschreitenden Welterbestätte zusammengeführt werden, teilte die Deutsche Unesco-Kommission am Sonntag in Bonn mit.
Die Herrnhuter Brüdergemeine in Sachsen ist Teil einer Welterbe-Bewerbung unter Federführung der USA. Zu den Bewerberstätten gehören zudem Bethlehem im US-amerikanischen Pennsylvania und Gracehill in Nordirland. Es handelt sich um eine Erweiterung der Welterbestätte Christiansfeld in Dänemark.
Die vier Siedlungen wollen nach Angaben der sächsischen Staatskanzlei das weltweite Phänomen der Herrnhuter Brüdergemeine („Moravian Church“) repräsentieren. Die sächsische Stadt Herrnhut ist Ausgangspunkt für eine prototypische Siedlung der Brüdergemeine. Weltweit gibt es demnach mehr als 30 ähnlich angelegte Orte.
Über die Nominierung des ebenfalls vorgeschlagenen Residenzensembles Schwerin werde bei der nächsten Zusammenkunft des Welterbekomitees im kommenden Jahr entschieden, so die Deutsche Unesco-Kommission. Ein Termin für die 46. Sitzung des Komitees stehe noch nicht fest, hieß es zum Abschluss der diesjährigen Tagung in Riad in Saudi-Arabien. Dabei waren vor wenigen Tagen die jüdisch-mittelalterlichen Stätten in Erfurt in das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen worden.