Herbsttagung: Synode will zentrale Weichen für die Zukunft stellen

Die bayerische evangelische Landessynode will bei ihrer Herbsttagung über zentrale Weichenstellungen im laufenden Transformationsprozess der Landeskirche beraten. „Die kommenden zehn Jahre werden für unsere Landeskirche eine Zeit tiefgreifender Veränderungen“, sagte Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel am Donnerstag. „Wir stehen vor großen Herausforderungen - finanziell, strukturell und geistlich.“ Bei der Tagung in Amberg ab 23. November sollen die entscheidenden Weichen für die Zukunft gestellt werden. „Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern um die Frage, wie wir als Kirche im Wandel lebendig und handlungsfähig bleiben.“

Im Mittelpunkt der Herbsttagung stehen die zukünftigen Rahmenbedingungen kirchlichen Handelns, die strategische Ausrichtung bis 2035, die Haushaltsplanung für 2026 sowie die Planvorgabe für 2027, wie die Landeskirche weiter mitteilte. Auf der Tagesordnung stehen außerdem der Vorbeschluss zur Landesstellenplanung 2026, der Sachstandsbericht zum Evangelischen Campus Nürnberg (ECN) sowie die Weiterentwicklung der Anerkennungsrichtlinien. Die Herbsttagung dauert bis 26. November. Sie ist die letzte Tagung der sechsjährigen Wahlperiode. Am 7. Dezember werden die neuen Synodalen gewählt.

Die Herbsttagung in Amberg wird am 23. November um 17 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet, die Predigt hält Regionalbischöfin Berthild Sachs. Die Landessynode ist das Kirchenparlament der rund zwei Millionen Protestanten in Bayern. Das 108-köpfige Gremium ist Teil der Kirchenleitung: Die Synode verabschiedet Kirchengesetze, entscheidet in Personalfragen, beschließt den landeskirchlichen Haushalt und wählt die Landesbischöfin oder den Landesbischof. Für gewöhnlich tagt die Landessynode zweimal im Jahr: Die Herbsttagungen in Amberg sind traditionell den kirchlichen Finanzen gewidmet, die Frühjahrstagungen inhaltlichen Themen. (3551/13.11.2025)

👋 Unser Social Media