Hast Du mal ‘nen Kern? – Tipps fürs Vogelfüttern im Winter

Sobald der erste Schnee fällt, ist für Naturfreunde die Zeit gekommen, heimische Vögel bei ihrer Futtersuche zu unterstützen. Wie man das richtig macht? Der Naturschutzverband LVB gibt Tipps. Vogelfreunde aufgepasst: Wer im Winter die gefiederten Gäste im Garten oder auf dem Balkon verantwortungsvoll mit Futter unterstützen möchte, kann dies getrost tun. Angst vor der Vogelgrippe […]

Sobald der erste Schnee fällt, ist für Naturfreunde die Zeit gekommen, heimische Vögel bei ihrer Futtersuche zu unterstützen. Wie man das richtig macht? Der Naturschutzverband LVB gibt Tipps.

Vogelfreunde aufgepasst: Wer im Winter die gefiederten Gäste im Garten oder auf dem Balkon verantwortungsvoll mit Futter unterstützen möchte, kann dies getrost tun. Angst vor der Vogelgrippe sei nicht angebracht, so der Naturschutzverband LBV im mittelfränkischen Hilpoltstein.

"Es besteht kaum eine Gefahr, dass Rotkehlchen oder Spatzen das Virus übertragen oder sich infizieren", sagt LBV-Biologin Angelika Nelson. Achten sollten man aber auf eine saubere Futterstelle. Meist reicht es, diese auszubürsten. Für eine gründlichere Reinigung kann das leere Häuschen noch mit heißem Wasser abgespült und getrocknet werden.

Und was eignet sich am besten, um den Hunger der Piepmatze zu stillen? Für Allesfresser wie Meisen sind in der kalten Jahreszeit Meisenknödel oder Meisenringe das richtige Angebot, wie der Verband empfiehlt. Plastiknetze sollte man aber vermeiden, da sich kleine Vögel wie Blaumeisen darin verfangen könnten. Weichfutterfresser mit langem, spitzem Schnabel wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle freuten sich über geölte Haferflocken, Obststücke, Rosinen oder getrocknete Wildbeeren.

"Vögel mit kurzem, kräftigem Schnabel wie Buchfink, Gimpel und Spatz lassen sich mit Körnerfutter anlocken", weiß Nelson. Gerade den Körnerfressern könne auch eine Vogeltränke helfen, den täglichen Wasserbedarf zu decken. Auf Holzpflöcke gestellt und mit einer Grabkerze darunter bleibe diese auch bei Kälte eisfrei.

Am besten sollte man die Schale über Nacht mit ins Warme nehmen und sie morgens mit frischem Wasser befüllen. Wer meint, den Tieren mit Speiseresten oder Brot etwas Gutes tun zu wollen, irrt aber - das Gegenteil sei der Fall. Die Tiere vertrügen solche Dinge nicht. Problematisch seien auch gesalzene oder zuckerhaltige Lebensmittel.

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