Hamburger Bündnis wirbt für geschlechtersensible Sprache

Mit einer Kampagne will ein breites Bündnis aus Vereinen, Firmen, Kulturstätten, Gewerkschaften, Parteien, Behörden und Bildungseinrichtungen in Hamburg für den Wandel hin zu einer geschlechtersensiblen Sprache werben. Zur Kampagne „Hier darfst du gendern“ gehörten Sticker, Postkarten, Plakate und digitale Formate, teilte das Bündnis „Die Mitgemeinten“ am Donnerstag in Hamburg mit. Wichtig sei dabei, dass gegendert werden dürfe, aber nicht müsse. Denn dem Bündnis gehe es nicht um Verbote, „sondern um einen lebendigen Diskurs“, hieß es. Jede Hamburgerin und jeder Hamburger könne sich an der Kampagne beteiligen und Räume als geschlechtersensibel markieren.

„Mit Entsetzen lässt sich beobachten, wie deutschlandweit Verbote einer sensibleren Sprache durchgesetzt werden und wie über die Hälfte der Bevölkerung sprachlich unsichtbar gemacht wird“, hieß es. Den öffentlichen Diskurs zum Thema geschlechtersensible Sprache bestimmten zunehmend populistische und rechtsgerichtete Kräfte. Dieser Entwicklung wolle das Bündnis „Die Mitgemeinten“ etwas entgegensetzen.

Das Bündnis besteht den Angaben zufolge bereits aus über 30 Organisationen, die offen für geschlechtersensible Sprache sind. Der Name „Die Mitgemeinten“ beziehe sich auf die „fälschliche Behauptung“, dass bei der Nutzung des generischen Maskulinums alle Geschlechter mitgemeint seien, hieß es. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entspricht“, erklärte das Bündnis.

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