Die Stadt Hamburg stärkt die Gleichstellung von Frauen an den Hochschulen. Der Senat beschloss dazu am Dienstag eine Novelle des Hamburgischen Hochschulgesetzes, mit dem Ziel, den Frauenanteil in den höchsten Ämtern der Hochschulen nachhaltig zu steigern, wie die Gleichstellungsbehörde mitteilte. Zum Hintergrund hieß es, dass Hamburg bei der Professorinnenquote im bundesweiten Vergleich zwar bei überdurchschnittlichen 31,6 Prozent liege, trotzdem aber noch immer gelte: Je höher die wissenschaftliche Karrierestufe, desto weniger Frauen sind vertreten, trotz ihres hohen Qualifikationsniveaus.
Die Gesetzesnovelle sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass Frauen in Stellenbesetzungsverfahren explizit angesprochen und die Beteiligung von Professorinnen als Mitglieder der Auswahlgremien und Findungskommissionen durch neue Quotenregelungen gesichert werden soll sollen. Außerdem würden die Kompetenzen der Gleichstellungsbeauftragen deutlich gestärkt. Ein Ausschreibungsverzicht in Berufungsverfahren soll unter anderem ermöglichen, exzellenten weiblichen Nachwuchs durch sichere Anschlussperspektiven am Hochschulstandort Hamburg halten zu können.