Große Erwartungen an Besuch des Papstes im Libanon

Im Libanon bereiten sich die Menschen auf den Besuch von Papst Leo XIV. vor. Sie verbinden mit der Visite große Hoffnungen. Die Hilfsorganisation Misereor setzt auf klare Worte des Kirchenoberhaupts.

Die Menschen im Libanon knüpfen an den bevorstehenden Besuch von Papst Leo XIV. laut Angaben von Misereor große Erwartungen. Die Bevölkerung in dem von Krisen und Konflikten geplagten Staat im Nahen Osten erhoffte sich eine "Botschaft der Versöhnung und der Zuversicht für eine bessere Zukunft", sagte der Leiter der Dialog- und Verbindungsstelle der Hilfsorganisation im Libanon, Frank Wiegandt, am Freitag.

Der Papst müsse die politischen Akteure im Libanon in die Pflicht nehmen, forderte Wiegandt. "Ich erwarte, dass der Papst die wachsende Ungleichheit und die Verarmung großer Teile der Gesellschaft thematisiert, die durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch und den Bankencrash infolge grassierender Korruption verursacht wurden." Im Libanon sind Politik und Religion eng miteinander verflochten.

Er hoffe außerdem, dass der Papst auf die Lage der Christen eingehen werde, deren Zukunft im Nahen Osten ungewiss sei, so Wiegandt. "Viele von ihnen leben mit gepackten Koffern und in ständiger Sorge um ihr Zuhause." - Aktuell befindet sich Leo XIV. in der Türkei. Am Sonntag wird er im Libanon erwartet.

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