Das sächsische Grimma will 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen an den berühmten Kirchenlieddichter Paul Gerhardt (1607-1676) erinnern. Geplant seien Konzerte, Ausstellungen und Lesungen, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Anlass ist der 350. Todestag von Gerhardt, der in Grimma zur Schule ging.
Derzeit sammelt die Stadtverwaltung Angebote für das Jubiläumsjahr. Ende des Jahres soll ein Programmheft erscheinen. Die Stadt und die Paul-Gerhardt Gesellschaft wollen dabei gemeinsam an Leben und Werk des Dichters erinnern.
Paul Gerhardt kam 1622 von Gräfenhainichen nach Grimma. Dort besuchte er die ehemalige Fürstenschule St. Augustin, eine Eliteanstalt für den sächsischen Pastoren- und Beamtennachwuchs und erlangte seine Fähigkeiten für ein Theologiestudium, das er schließlich in Wittenberg absolvierte.
Der Berliner Pfarrer zählt zu den bedeutendsten deutschen Kirchenlieddichtern. Sein Werk „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ gehört zu den bekanntesten geistlichen Volksliedern. Gerhardt starb am 27. Mai 1676 in Lübben im Spreewald.