Artikel teilen:

Gottesdienst bestätigt Wahl der Erzbischöfin von Canterbury

Nach der rechtlichen Bestätigung der Wahl ist Sarah Mullally die erste Frau an der Spitze der Kirche von England. Und die erste, die dieses Amt in seiner 1.400-jährigen Geschichte bekleidet.

Sarah Mullally wird Erzbischöfin von Canterbury und ist damit die erste Frau an der Spitze der englischen Kirche
Sarah Mullally wird Erzbischöfin von Canterbury und ist damit die erste Frau an der Spitze der englischen KircheImago / Avalon.red

Die Wahl von Sarah Mullally zur 106. Erzbischöfin von Canterbury ist in einem Gottesdienst in der St.-Pauls-Kathedrale in London bestätigt worden. Sie ist damit die erste Frau, die dieses Amt in seiner 1.400-jährigen Geschichte bekleidet, teilte die Kirche von England zu dem Festakt mit. Die Bestätigung der Wahl gilt als kirchenrechtliche Zeremonie. Als erste Amtshandlung erteilte die 63-Jährige am Ende des Gottesdienstes den Segen. Im März folgt die offizielle Amtseinführung in der Kathedrale von Canterbury, wo Mullally ihre erste Predigt als Erzbischöfin von Canterbury halten wird.

Berliner Bischof Stäblein gratuliert

Aus Deutschland gratulierte der Landesbischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, der Erzbischöfin zur Bestätigung ihrer Wahl. Mullally hatte im November vergangenen Jahres im Berliner Dom gepredigt. Sie war seit 2018 Bischöfin von London und zuvor Bischöfin von Crediton in der Diözese Exeter. Vor ihrer Ordination im Jahr 2001 war sie Leitende Krankenschwester im Gesundheitsministerium. Die 63-jährige Mullally folgt Justin Welby. Dieser war von seinem Amt zurückgetreten und reagierte damit auf Vorwürfe, sexuellen Missbrauch jahrelang vertuscht zu haben.

Sie wolle für eine Kirche eintreten, die stets ein offenes Ohr für diejenigen habe, die ignoriert oder übersehen würden, erklärte Mullally. Ausdrücklich erwähnte sie Opfer und Überlebende von Missbrauch in der Kirche.