Eine traditionsreiche Fastnachtsvereinigung ehrt Menschen, die Verantwortung übernehmen und dabei noch über sich selbst lachen können. 2026 wird Manuel Hagel ausgezeichnet. Er will einen anderen Schellenträger beerben.
Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte zeichnet den CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Manuel Hagel (37), mit der Goldenen Narrenschelle 2026 aus. “Nach Jahren mit Politikern, Sportfunktionären, Stars und Sternchen können wir endlich einen Narren, einen aus unseren Reihen auszeichnen”, erklärte Narrenpräsident Roland Haag am Mittwoch.
Hagel kenne die Fastnacht nicht nur aus der Zuschauerperspektive, sondern wisse, “was hinter der Maske steckt”. Hagel kommt aus Ehingen an der Donau und ist den Angaben zufolge in der Narrenzunft “Spitzenmuck” seit Kindesbeinen aktives Mitglied.
Mit der goldenen Narrenschelle ehre man “Menschen, die Verantwortung übernehmen und dabei noch über sich selbst lachen können”, hieß es. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), den Hagel beerben will, wurde 2014 zum Träger der Goldenen Narrenschelle ernannt. Cem Özdemir (Grüne), der ebenfalls das Ministerpräsidentenamt anstrebt, wurde 2018 ausgezeichnet.
Weitere prominente Schellenträger sind Thomas Gottschalk, Frank Elstner, Günther Oettinger, Wolfgang Thierse, Markus Söder, Wolfgang Bosbach, Christian Streich und Regina Halmich.
Bei der “Goldenen Narrenschelle” handelt es sich um eine vergoldete Handglocke. Hagel soll sie am 4. Februar im Europa-Park in Rust erhalten.
Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ist nach eigenen Angaben Deutschlands ältester Narrenverband. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie als Interessenverband für die Fastnacht gegründet. Heute gehören ihr insgesamt 68 Narrenzünfte aus Baden-Württemberg, Bayern (Lindau) und der deutschsprachigen Schweiz an.