Eine Ausstellung zu Männlichkeitsbildern, eine Plakatkampagne und ein feministisches Netzwerk: Das Land Sachsen-Anhalt prämiert Projekte und Personen, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern engagieren.
Das Land Sachsen-Anhalt hat drei Projekte und eine Einzelperson, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern engagieren, mit dem diesjährigen Gleichstellungspreis ausgezeichnet. Das teilte das Land am Mittwoch in Magdeburg mit. Die Auszeichnungen sollten die Arbeiten würdigen und zu einer stärkeren Sichtbarkeit beitragen.
In der Kategorie "Geschlechtersensible Bildung" konnte Alexandra Franke aus Halle mit einer Ausstellung zu gesellschaftlichen Männlichkeitsbildern die Jury überzeugen. Das queerfeministische Netzwerk Harz ist Sieger in der Kategorie "Teilhabe und Sichtbarkeit von Frauen", die Künstlerin Sanja Ivekovic gewinnt mit einer Plakatkampagne in der Kategorie "Geschlechterspezifische Gewalt bekämpfen". Alle Sieger erhalten je 1.000 Euro.
In der vierten Kategorie hat die Jury Ute Fischer aus Leuna für ihr "herausragendes Einzelengagement" prämiert. Sie habe sich stets für Frauen- und Mädchenrechte und gegen Diskriminierung eingesetzt, so die Jury, und habe als Vorsitzende des Landesfrauenrates diesen zu einem "hoch anerkannten Fachverband" ausgebaut. Die vierte Kategorie ist mit 500 Euro dotiert.
In diesem Jahr hat Sachsen-Anhalt den Gleichstellungspreis zum dritten Mal vergeben. Ihn erhalten Personen, Kommunen, Vereine und Projekte, die sich "in besonderer Weise für die Gleichstellung von Frauen und Männern in einer offenen, modernen und gleichberechtigten Gesellschaft einsetzen", so das Land. Mehr als 34 Projekte und Einzelpersonen seien vorgeschlagen worden.