Forscher: Kennedy-Attentat wird die Menschen weiter beschäftigen

Das Attentat auf John F. Kennedy wird nach Ansicht von Michael Jäckel die Menschen weiter beschäftigen. "Dieser 22. November 1963 in Dallas existiert in unserer kollektiven Erinnerung als eine Collage von Beobachtungen", sagte der Trierer Soziologe am Montag in einem Interview der Katholischen Nachrichten.-Agentur (KNA). "Ein Leibwächter meldet sich zu Wort, Zeitzeugen erinnern sich, das Puzzle hat keine definierte Zahl an Einzelteilen." All das rege die Fantasie vieler Menschen an - auch wenn eine offizielle Kommission zu dem Schluss gekommen sei, dass es Lee Harvey Oswald war, der drei Schüsse auf den US-Präsidenten abfeuerte, und dass es danach keinen zweiten Schützen gab.

Kennedy habe der Politik, "die man gemeinhin als eher kalt und technokratisch wahrnimmt", Glanz verliehen, so Jäckel weiter. "Seine Aura, dieses Camelot-Projekt, das aus dem Weißen Haus eine moderne Inszenierung von König Artus machen wollte, das quasi-aristokratische Image der Kennedys." All das habe dafür gesorgt, dass Kennedy zu einem jener 'High Holidays of Mass Communication' wurde, also zu einem der Phänomene der Kommunikation, die "eine enorme Reichweite hatten und haben - rund um den Globus."

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