Forscher: Ernährung von Frühmenschen vielfältiger als bisher bekannt

Frühmenschen in der Altsteinzeit haben sich Experten zufolge vielfältiger ernährt als bislang angenommen. Auf dem Speiseplan vor 81.000 bis 45.000 Jahren habe es nicht nur Huftiere, sondern auch Schildkröten, Fische und Raubtiere gegeben, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit. Möglicherweise seien auch Vögel von den Neandertalern verspeist worden, heißt es in einer Studie von Forschenden des Tübinger Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment (SHEP), die jetzt im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler hatten dazu eine Fundstelle im iranischen Zargos-Gebirge analysiert. Schon im frühesten Abschnitt der Altsteinzeit hätten die Vorfahren des heutigen Menschen effektiv Jagd auf kleine und große Säugetiere gemacht, so ein Ergebnis der ersten umfassenden und systematischen Nahrungsanalyse an einer etwa 81.000 bis 45.000 Jahre alten Fundstelle.

Neben Huftieren seien vor allem Überreste von Wildziegen und Gazellen gefunden worden. Auch Knochen von Wildschweinen, Rothirschen, Pferdeähnlichen und Wildrindern hatten die Wissenschaftler entdeckt. Schnitte und Bearbeitungsspuren an einigen der fossilen Knochen wiesen auf Spuren von Frühmenschen hin. Die Schildkröten wurden den Forschern zufolge in ihren Panzern geröstet. (2851/28.11.2023)

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