Fördermittel für zwei Bildungsmuseen

Die Bildungsmuseen im brandenburgischen Reckahn erhalten rund 900.000 Euro zur Verbesserung der Energieeffizienz. Damit solle unter anderem die energetische Sanierung von Schloss Reckahn gefördert werden, teilte das Kulturministerium am Mittwoch in Potsdam mit. In dem ehemaligen Herrenhaus informiert eine Dauerausstellung insbesondere über das Wirken des Pädagogen, Agrar- und Sozialreformers Friedrich Eberhard von Rochow (1734-1805). In der früheren Schule vermittelt zudem ein Schulmuseum die Geschichte der ersten preußischen Musterschule aus dem 18. Jahrhundert.

Die Mittel aus dem sogenannten Brandenburg-Paket würden für die Jahre 2023 und 2024 zur Verfügung gestellt, hieß es. Geplant seien unter anderem der Austausch von Fenstern und Heizkörpern, Maßnahmen zur Dachdämmung und die Umstellung der Beleuchtung auf LED.

Kulturministerin Manja Schüle (SPD) betonte, Reckahn bei Brandenburg an der Havel sei ein ungewöhnlicher Ort. Der frühere Adelssitz sei bereits im 18. Jahrhundert ein Ort der Kultur, der Reformpädagogik und der Aufklärung gewesen und sei es heute wieder. Das Kulturensemble in Reckahn werde zudem in den kommenden Jahren als regionalen Treffpunkt für weitere Nutzer geöffnet. Das Schulmuseum wurde 1992, das Rochow-Museum 2001 eröffnet.

Zu den Kulturzeugnissen am Ort gehören das Barockschloss von 1729, ein Renaissancebau von 1605, das 1773 errichtete Schulhaus, eine Barockkirche, ein Park, Grabstätten und ein Erbbegräbnis mit Grabkapelle. Das Denkmalensemble ist den Angaben zufolge als Kultureller Gedächtnisort von nationaler Bedeutung eingestuft.

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