Die Finanzämter in Baden-Württemberg hatten in den vergangenen zwei Jahren mit massiven IT-Problemen zu kämpfen. Seit Anfang 2024 kam es zu 120 größeren Störungen, die den Betrieb für mindestens 30 Minuten beeinträchtigten, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag hervorgeht.
Im laufenden Jahr verzeichnete die Steuerverwaltung bereits 61 solcher Vorfälle, im Vorjahr waren es 59. Die Ursachen für die Ausfälle reichten den Angaben zufolge von Problemen nach Software-Updates bis zu Störungen der Netzwerkinfrastruktur.
Besonders gravierend war ein Vorfall am 22. Oktober dieses Jahres. Eine Netzwerkstörung führte demnach zu einem dreistündigen Komplettausfall zentraler Systeme. Mitarbeiter in den Finanzämtern konnten nicht auf ihre digitalen Arbeitsplätze zugreifen. Auch die E-Mail-Kommunikation war unterbrochen. In den Tagen um diesen Vorfall kam es zu weiteren Systemüberlastungen und Störungen.
Laut Finanzministerium führten die technischen Probleme zu keinen Steuerausfällen, die Arbeit in den Ämtern wurde jedoch erheblich behindert. Auch die Kommunikation mit den Bürgern war betroffen, da sich die Bearbeitung von Anfragen verzögerte. Die Ausfälle betrafen sowohl die Arbeit in den Dienststellen als auch an den Telearbeitsplätzen. (3031/25.11.2025)