Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dringt auf eine Verabschiedung des Demokratiefördergesetzes im Bundestag. Die Menschen, die wichtige Arbeit gegen Extremismus leisten, bräuchten Planungssicherheit, sagte Faeser in Berlin. Deshalb sei es „unabdingbar“, dass das Gesetz endlich im Bundestag beschlossen wird. Sie wolle, dass entsprechende Initiativen verlässlich, dauerhaft und bedarfsorientiert gefördert werden.
Das Demokratiefördergesetz soll Trägern politischer Bildung und von Präventionsmaßnahmen gegen Extremismus eine langfristige staatliche Förderung ermöglichen. Bislang ist die Förderung nur projektbezogen möglich, was dazu führt, dass Initiativen regelmäßig das Aus fürchten müssen. Bereits Ende 2022 brachte das Bundeskabinett einen Entwurf für das Gesetz von Faeser und Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) auf den Weg. Er befindet sich aber noch immer in den parlamentarischen Beratungen. Widerstand gegen das Vorhaben kommt von der FDP.
