Die UN-Nachhaltigkeitsziele sollen nach Ansicht der Soziologin Anna-Katharina Hornidge auch in Zeiten zunehmender internationaler Konflikt eine Richtschnur für politisches Handeln bleiben. Bei allen unterschiedlichen Interessen betonten die Ziele „das Gemeinsame und nicht die Differenzen“, sagte die Direktorin des German Institute of Development and Sustainability (IDOS) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Gerade deshalb sei es wichtig, an ihnen festzuhalten. Zur Halbzeitbilanz der Nachhaltigkeitsziele („Sustainable Development Goals“, SDGs) berät die Staatengemeinschaft am 18. und 19. September über deren weitere Umsetzung.
Die Corona-Pandemie, die geopolitischen Spannungen und der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine könnten nicht als Gründe für ein Abwenden von der Agenda gelten, betonte Hornidge. „Eine sozialgerechte Transformation unserer Wirtschaftsweisen und Lebensstile bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.“ Bei dem Gipfel in New York müsse deutlich werden, „dass die Umsetzung aller 17 Ziele in den nächsten Jahren beschleunigt werden muss“.
