Sie kennen einander schon seit der Amtseinführung von Leo XIV. im Mai. Jetzt hat EU-Parlamentspräsidentin Metsola den neuen Papst erstmals länger gesprochen.
EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola hat Papst Leo XIV. zum ersten Mal für persönliche Gespräche besucht. “Ein bedeutungsvoller Morgen im Vatikan während einer Audienz bei Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV.”, schrieb die Politikerin am Donnerstag in einem Social-Media-Beitrag. Sie sei “dankbar für seine klare Zielsetzung und für unsere gemeinsamen Überlegungen zur Förderung des Friedens durch Dialog in ganz Europa und der Welt”. Dazu veröffentlichte sie ein Foto von sich und dem Papst im Apostolischen Palast.
Während des Besuchs im Vatikan war auch ein Gespräch mit dem Chefdiplomaten des Papstes, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, geplant, wie es zuvor aus Brüssel hieß. Die katholische Christdemokratin aus Malta hatte ebenso wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an der Amtseinführung von Leo XIV. am 18. Mai auf dem Petersplatz teilgenommen. Dabei gratulierte sie dem am 8. Mai gewählten Papst auch persönlich.
Bei der aktuellen Visite in Rom standen auch Treffen mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie dem Großmeister des Malteserordens, Fra’ John Dunlap, auf dem Programm, wie das Portal Vatican News berichtete. Zudem waren Begegnungen mit italienischen Vertretern bei einem Austausch zu den Gründungsthemen der EU vorgesehen. Am Nachmittag sollte die EU-Parlamentschefin bei der Veranstaltung “De Gasperis Vermächtnis: Europas Verteidigung der Freiheit” sprechen.
Metsola steht seit vier Jahren an der Spitze des europäischen Abgeordnetenhauses. In dieser Funktion leitet sie nicht nur Plenarsitzungen, sondern vertritt auch das Parlament auf internationaler Ebene.