Für die Wiederherstellung der Bronzeplastik des Brunnens „Spielende Kinder“ von Heinrich Apel (1935-2020) in Magdeburg gibt es viel Unterstützung. Der Kunstverein Kunst/Mitte hat am Mittwoch 19.382,14 Euro an die Stadt überreicht, wie ein Stadtsprecher mitteilte. Dies seien Spenden von Bürgern sowie Erlöse einer Kunstauktion zur Unterstützung des Projektes. Für die Beauftragung des Gusses, das Verschweißen mit der vorhandenen Bronze und die Montage auf dem Brunnen fehlten aber noch rund 10.000 Euro, hieß es. Weitere Spenden sollen deshalb eingeworben werden.
Der Brunnen mit der Bronzeplastik „Spielende Kinder“ von Heinrich Apel war 1991 in Magdeburg-Olvenstedt errichtet worden. Im Januar 2024 wurde einer der dargestellten Jungen von Metalldieben entwendet und die Brunnenfigur beschädigt.
Heinrich Apel hatte bereits 1975/76 in Erfurt mit der Plastik „Raufende Knaben“ quasi eine Zwillingsfigur der Magdeburger Bronze geschaffen. Mit Genehmigung der Kulturdirektion der Landeshauptstadt Erfurt und des Nachlassverwalters Heinrich Apels konnte nun die Dresdner Kunstgießerei Gebr. Ihle Bildguss einen 3D-Scan fertigen. Dieser soll Grundlage für einen Neuguss werden.
Heinrich Apel hat für etliche Kirchen Türklinken oder ganze Portale gestaltet, so in Magdeburg und Naumburg. Aber auch der Faunbrunnen in der Magdeburger Altstadt und das Taufbecken der St. Thomas-Kirche in Pretzien tragen seine Handschrift.