Die Fritz-Schumacher-Schule (Stadtteilschule in Langenhorn) hat am Montag das Siegel „HerzretterSchule“ erhalten. Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) hat das Siegel der dortigen Schulleitung stellvertretend übergeben, teilte die Schulbehörde mit. Künftig werde jede teilnehmende Schule es zur Anbringung an die Außenfassade erhalten. Schulleiterin Catherine Lötsch sagte, dass die Schülerinnen und Schüler gestärkt aus den „HerzretterTrainings“ gehen. „Sie haben keine Angst mehr, im Notfall etwas falsch zu machen.“
Der gemeinnützige Verein Herzretter vermittelt Menschen jeden Alters das Wissen, im lebensbedrohenden Notfall zu handeln, und ermutigt sie auch dazu. Die Initiatoren seien sicher, dass „Leben retten“ genauso zur Lebenskompetenz eines jeden Menschen gehöre, wie Schwimmen oder das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Wichtig sei frühzeitiges und regelmäßiges Training der lebensrettenden Maßnahmen. Seit 2016 sind demnach knapp 2.700 „HerzretterTrainings“ an Hamburger Schulen durchgeführt worden. Jeder Einzelne könne so Verantwortung für das Leben eines anderen Menschen übernehmen, sagte Herzretter-Initiator Martin Buchholz. „Mit diesem bürgerlichen Engagement aller können in Deutschland jedes Jahr mehr als 10.000 Menschenleben gerettet werden.“
Bekeris hatte zuvor ein „HerzretterTraining“ einer 8. Klasse begleitet. Die Schülerinnen und Schüler hätten dabei eingängig und praxisnah ebensrettende Maßnahmen erlernt. „Ich durfte heute dabei sein und konnte erleben, wie viel Neugier und Verantwortungsbewusstsein in unseren Schülerinnen und Schülern steckt.“ Die Trainings zeigten, dass es nicht viel brauche, „um in diesen Momenten das Richtige zu tun“, sagte die Schulsenatorin.
Im November 2023 haben die Herzretter zudem das Pilotprojekt „HerzretterStadt Hamburg“ gestartet. Schirmherr ist der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Ziel des Projektes ist demnach, dass im lebensbedrohenden Notfall jederzeit und überall ein Herzretter in der Hansestadt zur Stelle ist. Hamburger Unternehmen, Behörden, Schulen, Sportvereine und Stiftungen beteiligen sich.