Erfolgreicher Testflug: Medikamentenlieferung per Drohne

Eine Flugzeugdrohne zum Transport von Notfallmedikamenten ist am Dienstag erfolgreich im oberbayerischen Pfaffenhofen gelandet. Sie sei vom Klinikum Ingolstadt aus gestartet und habe den Grundstein für die Entwicklung neuer Transportwege für Notfallmedikamente in der Region gelegt, teilte das Bayerische Rote Kreuz am Dienstag mit. Die etwa 43 Kilometer von einer Klinik in die andere legte die automatisierte Drohne demnach in 38 Minuten zurück - je nach Verkehrslage in der Hälfte der Zeit, die ein Auto für die Strecke brauchen würde.

Flugdrohnen könnten den entscheidenden Unterschied ausmachen, wenn es darum gehe, Menschen in entlegenen Gebieten schnell mit Medikamenten zu versorgen, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) laut Mitteilung. Das unbemannte Fliegen solle weiter ausgebaut werden, damit „Medikamententransporte per Drohne schon bald im großen Stil möglich werden“.

Das Projekt „MEDinTime“, das der Drohnenhersteller Quantum Systems in Gilching ins Leben rief, wird den Angaben zufolge vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Es schaffe einen „wichtigen neuen Baustein in der künftigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung“, sagte die Landesgeschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes, Elke Frank. Im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz würden Flugzeugdrohnen bereits eingesetzt, „von der Vermisstensuche bis hin zum Absetzen von Hilfsgütern in unzulänglichen Katastrophengebieten“. Neben dem Klinikum Ingolstadt sind den Angaben zufolge auch die Ilmtalklinik Pfaffenhofen sowie der Landkreis Pfaffenhofen, die Technische Hochschule Ingolstadt sowie das Bayerische Rote Kreuz an dem Pilotprojekt beteiligt. (00/3576/31.10.2023)

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