„Ungewöhnlich viel Schnee auf den Schollen hat dafür gesorgt, dass sie vor Oberflächenschmelze geschützt waren“, berichtete der Meereis-Physiker Marcel Nicolaus in einer Online-Videokonferenz von Bord der „Polarstern“. Der Forschungseisbrecher ist gerade nach einer mehrmonatigen Expedition in die Arktis auf dem Rückweg in seinen Heimathafen Bremerhaven.
Das Schiff des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) in Bremerhaven war am 3. August vom norwegischen Tromsø aus zu der Forschungsexpedition namens „ArcWatch-1“ aufgebrochen. Ein knapp 100-köpfiges Team aus Besatzung und Wissenschaft hat die Dicke und Eigenschaften des Meereises vermessen, die Strömungen und chemischen Eigenschaften des Ozeans aufgezeichnet und das Leben im und unter dem Eis, im freien Wasser und am Boden der Tiefsee erforscht.
