Die Grundlage des Krippenspiels findet sich im Lukasevangelium. Als einziger Evangelist beschreibt Lukas die Geburt Christi, angefangen bei der Verkündigung an Maria bis hin zum Besuch der Hirten. Die Geschichte der Magier dagegen, die dem Stern bis zum Stall in Bethlehem folgen, stammt aus dem Matthäusevangelium.
Hirtenspiele in Weihnachtsgottesdiensten sind bereits im 11. Jahrhundert in Frankreich bezeugt. Sie entwickelten sich aus dem liturgischen Wechselgesang zwischen Geistlichen und Chor; wenn die Priester zum Altar und zur Krippe zogen, trugen sie Hirten-gewänder. Nach und nach wurden diese kleinen Szenen ausgebaut und auch in den jeweiligen Volkssprachen dargeboten;
die Schauspieler waren dann auch nicht mehr nur Geistliche.
