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Die Bibel in einem Jahr durchlesen: So klappt es

Mehr Sport oder weniger Schokolade: Im Januar starten viele mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Aber wie wäre es mit Bibel lesen? Tipps einer angehenden Religionspädagogin.

Die Bibel in einem Jahr lesen: Mit der Basisbibel klappt es besser, sagt Studentin Malin Keck
Die Bibel in einem Jahr lesen: Mit der Basisbibel klappt es besser, sagt Studentin Malin KeckDeutsche Bibelgesellschaft

Die Studentin für Religionspädagogik und Gemeindediakonie, Malin Keck aus Freiburg, rät Interessierten zu einem besonderen Vorsatz für das neue Jahr: Sie könnten die Bibel in einem Jahr durchlesen. Gemeinsam mit einer Freundin habe sie vor ein paar Jahren ihr Experiment gestartet, schilderte die 23-Jährige im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd), räumte allerdings ein: „Ehrlich gesagt, habe ich dann doch insgesamt etwa drei Monate mehr als ein Jahr gebraucht, aber es hat sich wirklich gelohnt.“

Keck rät, nicht vorn mit dem 1. Buch Mose zu beginnen und hinten bei der Offenbarung aufzuhören, sondern lieber einen Leseplan zu benutzen, der täglich ein Kapitel aus dem Alten, eines aus dem Neuen Testament und einen Psalm vorgibt. „Ich glaube, sonst ist man nicht mehr so motiviert, wenn man sich tagelang durch die Gesetze im 3. Buch Mose schlägt.“

Bibel lesen in einem Jahr: Routine ist wichtig

Wer die Bibel in einem Jahr durchlesen möchte, dem rät die Studentin, jeden Tag darin zu lesen und keine Pause zuzulassen. „Auch wenn es dann mal nicht die vier Kapitel oder die halbe Stunde sind, sondern nur ein paar Verse: Wichtig ist, dass es zur Routine wird und man dabei bleibt.“

Malin Keck hat die Bibel durchgelesen – in etwas mehr als einem Jahr
Malin Keck hat die Bibel durchgelesen – in etwas mehr als einem JahrPrivat

Malin Keck empfiehlt, eine gut verständliche Übersetzung zu wählen, etwa die Basisbibel. Außerdem helfe es, wenn man das Experiment gemeinsam mit anderen starte, weil es so verbindlicher sei. Unentschlossenen empfiehlt sie, eines der vier Evangelien im Neuen Testament zu lesen, die vom Leben Jesu erzählen. Oder mit dem Samuel-Buch zu beginnen, das voller spannender Geschichten steckt, und danach zu entscheiden, ob man bereit ist, mehr zu lesen.

Sie habe die Erfahrung gemacht, dass die Verse und Geschichten noch heute relevant für ihr Leben seien. Früher habe sie gedacht: „Es reicht doch, wenn ich in den Gottesdienst gehe oder eine Andacht höre.“ Aber dann habe sie gemerkt, dass es „etwas ganz anderes ist, wenn man die Bibel selbst liest und weiß, was wirklich drinsteht“.