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Diakonie warnt vor Rassismus

Anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar hat der niedersächsische Diakonie-Chef Hans-Joachim Lenke vor Rassismus, Antisemitismus und menschenverachtenden Ideologien gewarnt. „Der Holocaust zeigt, wohin Hass, Ausgrenzung und die Entmenschlichung ganzer Bevölkerungsgruppen führen können“, sagte Lenke am Montag in Hannover.

Bei dem staatlich organisierten und industriell ausgeführten Völkermord am europäischen Judentum durch die deutschen Nationalsozialisten kamen zwischen 1941 und 1945 rund sechs Millionen Menschen ums Leben. Auch Hunderttausende von Sinti und Roma, Homosexuellen, Menschen mit Behinderungen oder Kriegsgefangenen wurden ermordet.

Der Holocaust sei ein „beispielloser Zivilisationsbruch“ gewesen, sagte Lenke. Er habe mit Ausgrenzung, Hass und Hetze begonnen: „Das sehen wir auch heute wieder.“ Der Diakonie-Chef betonte: „Es liegt in unserer Verantwortung, uns klar für Mitmenschlichkeit und Respekt vor dem anderen sowie die Vielfalt demokratischen Zusammenlebens auszusprechen und uns zu erinnern, dass Vielfalt unser demokratisches Zusammenleben ausmacht.“ Lenke ist aktuell auch Vorsitzender in der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen.

Der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erinnert seit 2005 weltweit am 27. Januar an die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung sowie an die Opfer anderer Minderheiten. In Deutschland wird er bereits seit 1996 begangen. Das Datum bezieht sich auf den 27. Januar 1945, als sowjetische Truppen das Vernichtungslager Auschwitz in Polen befreiten.