Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien halten viele Länder laut einer Analyse noch zu sehr an fossilen Brennstoffen fest. Zwar seien in fast allen Staaten mit hohen Emissionen Elektrifizierung und erneuerbare Energien „mit Wucht auf der Überholspur“, erklärten die Umweltorganisation Germanwatch und das NewClimate Institute zur Veröffentlichung des Klimaschutz-Index in Baku. Dieser Trend führe aber in viel zu wenigen Staaten zu einer konsequenten Abkehr von fossilen Energien, insbesondere von Gas, bemängelten die Fachleute.
In dem jährlichen Index werden die Klimaschutzbemühungen von 63 Ländern sowie der EU miteinander verglichen. Die Analyse wurde anlässlich der 29. UN-Klimakonferenz in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku veröffentlicht. In 61 der untersuchten Länder sei in den vergangenen fünf Jahren der Anteil erneuerbarer Energien ausgebaut worden, sagte Germanwatch-Klimaexperte und Hauptautor Jan Burck. Zugleich hätten allerdings 29 Staaten noch immer einen schlechten oder sehr schlechten Emissionstrend.
