Deutscher Olympischer Sportbund gründet Menschenrechtsbeirat

Für den Sport hätten die Menschenrechte eine erhebliche Bedeutung, sagt Thomas Weikert, Präsident des Olympischen Sportbunds.

Der Olympische Sportbund will sich für Menschenrechte einsetzen
Der Olympische Sportbund will sich für Menschenrechte einsetzenimago images/Sven Simon

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat einen Menschenrechtsbeirat gegründet und seine Satzung um ein ausdrückliches Bekenntnis zu Menschenrechten ergänzt. „Die Bedeutung der Menschenrechte für den Sport und all die damit verbundenen Herausforderungen ist eines der wichtigsten Themen für den deutschen Sport“, erklärte DOSB-Präsident Thomas Weikert in Frankfurt. „Hier braucht es nachhaltige Ansätze, die echte Veränderungen bewirken können.“

Der Antrag, ein „Bekenntnis zur Achtung aller national und international anerkannten Menschenrechte“ in die Präambel der DOSB-Satzung aufzunehmen, sei von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen worden, hieß es.

Wer den Beirat leitet

Die geschäftsführende Leitung des Beirats hat der ehemalige Präsident des UN-Menschenrechtsrates, Joachim Rücker. Dem Gremium gehören aktuell 13 Personen aus Sport, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an. Darunter ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Altenkamp, stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Hinzu kommen Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin, und Patricia Wiater, Lehrstuhl-Inhaberin für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Menschenrechte an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Rücker sagte, er freue sich, die Arbeit des DOSB „bei diesem wichtigen Thema zu unterstützen, auf der Basis der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“.