Hauptsache, es schmeckt - Geschmack ist laut dem neuen Ernährungsreport der Bundesregierung das wichtigste Kriterium für die Deutschen beim Essen. Worauf sonst noch so beim Lebensmittelkauf geachtet wird.
Die Menschen in Deutschland achten bei Lebensmitteln offenbar wieder verstärkt auf möglichst günstige Preise. Wie aus dem am Donnerstag vorgestellten Ernährungsreport des Bundesernährungsministeriums hervorgeht, geben 59 Prozent der Deutschen an, sich beim Einkauf an günstigen Preisen zu orientieren. Damit liege der Wert im nun erschienenen zehnten Ernährungsreport wieder so hoch wie beim ersten im Jahr 2015, damals waren es 58 Prozent. Zwischenzeitlich war der Wert im Jahr 2020 auf 46 Prozent gesunken.
Wichtigstes Kriterium beim Lebensmittelkauf ist laut Report aber weiterhin der Geschmack. Diesen gaben 93 Prozent der Befragten an. Dahinter folge mit 79 Prozent Saisonalität bei Obst und Gemüse sowie mit jeweils 77 Prozent die regionale Herkunft der Produkte und die Haltung der Tiere.
Bundesernährungsminister Alois Rainer sprach sich bei der Vorstellung gegen zusätzliche Aufschläge auf Lebensmittel aus. "Mir ist wichtig, dass Lebensmittel für alle Bevölkerungsgruppen erschwinglich bleiben", so der CSU-Politiker. In der großen Wertschätzung regionaler Produkte sehe er zudem "eine echte Chance für die Betriebe in unserem so vielfältigen Land mit seiner ebenso vielfältigen Land- und Ernährungswirtschaft".
Auch beim Essen selbst ist der Geschmack für fast alle Befragten das wichtigste. 98 Prozent der Befragten nennen ihn als wichtigstes Kriterium. Immerhin 90 Prozent der Befragten ist demnach auch wichtig, dass das Essen gesund ist, 57 Prozent finden es wichtig, dass sich Essen leicht und schnell zubereiten lässt, 37 Prozent, dass es auch kalorienarm ist.
Für den Ernährungsreport "Deutschland, wie es isst" hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa den Angaben zufolge rund 1.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt.