Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat innerhalb eines Jahres fast 20.000 Mitglieder verloren. Das geht aus dem Personalbericht hervor, den Prälat Burkhard zur Nieden und Vizepräsidentin Katharina Apel am Donnerstag der Landessynode im nordhessischen Hofgeismar vorlegten.
Demnach zählte die kurhessische Kirche im Dezember 2023 noch 710.518 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es 730.478. Das entspreche einem Rückgang von 2,73 Prozent, sagte Apel. Die Zahl der Kirchenmitglieder sinke kontinuierlich und stärker als noch vor wenigen Jahren angenommen. Nach Angaben von Prälat zur Nieden beträgt der Verlust in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 50.000 Mitglieder (Stand Dezember 2021: 749.527).
Damit einher gingen sinkende Einnahmen aus der Kirchensteuer, machte Apel deutlich. Deshalb müssten die Ausgaben den sinkenden Einnahmen angepasst werden. „Unsere Generation darf nur so viel Ressourcen verbrauchen und ausgeben, wie wir an Erträgen generieren“, betonte die Vizepräsidentin auch mit Blick auf die künftige Personalstrategie der EKKW.
Die Landessynode tagt bis Samstag, 27. April, in der Evangelischen Tagungsstätte in Hofgeismar. Die Synodalen beraten unter anderem über die Themen Gebäudestrategie, Klimaschutz und sexualisierte Gewalt.