DAK verzeichnet mehr Krankschreibungen wegen Depressionen in NRW

Die Krankenkasse DAK hat für die Zeit von Juli bis September 2023 mehr Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen und Muskel-Skelett-Problemen in NRW verzeichnet. So habe der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen, zu denen auch Depressionen und Angststörungen gehören, im Vergleich zum Vorjahr um rund 35 Prozent von 69 auf 93 Fehltage je 100 Beschäftigte zugenommen, wie die Krankenkasse dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Die Fehltage wegen Muskel- und Skelett-Erkrankungen seien um rund 30 Prozent auf etwa 105 Fehltage gestiegen. Diese Krankschreibungen ständen häufig auch im Zusammenhang mit psychischen Belastungen.

Im Vergleich war der Krankenstand in NRW im dritten Quartal 2023 der DAK zufolge mit 5,2 Prozent etwas höher als im Bundesdurchschnitt (5,0 Prozent). Vor einem Jahr habe der Wert bei 4,6 Prozent gelegen. Den höchsten Wert hatten von diesem Juli bis September laut Krankenkasse die Beschäftigten im Saarland mit einem Krankenstand von 6,5 Prozent. Das bedeute, dass dort im Schnitt 65 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an jedem Tag im dritten Quartal krankgemeldet waren. Für die Zahlen ließ die Krankenkasse das Berliner IGES Institut die Daten von 2,35 Millionen Beschäftigten, die bei der DAK versichert sind, auswerten.

„Die Nachwirkungen der Pandemie, die Unsicherheit in Deutschland durch die vielen Krisen in der Welt: Das alles belastet die Psyche der Menschen zunehmend“, sagte der Landeschef der DAK-Gesundheit in NRW, Klaus Overdiek. Zudem ständen viele Branchen durch den Personalmangel unter besonderem Druck. Personalmangel könne zu Überlastung führen und diese beeinträchtigte wiederum die Gesundheit. „Das Ergebnis sind mehr Fehltage - was die Personalsituation weiter verschärft“, betonte er. „Die Themen Gesundheit und psychisches Wohlbefinden der Beschäftigten müssen ganz oben auf die Agenda der Unternehmen.“

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