Chilenische Einsiedlerspinne an der Universität Tübingen entdeckt

In einem nicht öffentlich zugänglichen Keller der Universität Tübingen sind mehrere Exemplare der Chilenischen Einsiedlerspinne (Loxosceles laeta) entdeckt worden. Wie die Universität am Dienstag mitteilte, ist die ursprünglich in Südamerika heimische Spinne in Europa äußerst selten und war bisher nur aus einem Universitätsgebäude in Helsinki bekannt. Die Tiere sind demnach menschenscheu, nachtaktiv und beißen nur sehr selten. Ein Biss kann jedoch giftig sein und in seltenen Fällen zu Gewebeschäden führen.

Die Universität hat umgehend alle Mitarbeiter der betroffenen Bereiche informiert und in enger Abstimmung mit Experten aus Karlsruhe sowie einem Schädlingsbekämpfer Maßnahmen eingeleitet, darunter das Auslegen von Klebefallen. Die Spinnenart wurde vermutlich unbemerkt innerhalb der Universität verschleppt, etwa in Kisten als blinder Passagier.

Die Entdeckung ist der zweite bestätigte Nachweis der Chilenischen Einsiedlerspinne in Europa und zeigt, wie durch Globalisierung und Warentransporte exotische Arten neue Lebensräume erschließen können. Experten betonen, dass solche Funde zwar Aufmerksamkeit erfordern, das Gefahrenpotenzial für die Bevölkerung aber sehr gering bleibt. (2953/18.11.2025)

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