Vorsicht geboten: Die Bundesnetzagentur mahnt zum kritischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Das betreffe besonders historische oder gesellschaftspolitische Themen.
Die Bundesnetzagentur warnt vor Falschaussagen der Künstlichen Intelligenz. Präsident Klaus Müller sieht besonders bei KI-Sprachmodellen Gefahren und Herausforderungen, wie er im Interview der “Neuen Osnabrücker Zeitung” am Mittwoch sagte.
Die Informationen von KI seien bei mathematischen oder naturwissenschaftlichen Aufgaben relativ unproblematisch, da es um richtig oder falsch gehe, so Müller. “Geht es aber um Aussagen in einem gesellschaftspolitischen oder historischen Kontext, und die KI halluziniert, dann ist das nur ein netteres Wort für Lügen. Da liegt die Gefahr.” Wenn Personen, Institutionen oder Medien unkritisch mit dieser Technologie umgingen, könnten Fehler gemacht werden. Und Vertrauen werde dann beschädigt.
Müller sorgt sich aber nicht vor einer KI, die sich verselbstständigen und menschlicher Kontrolle entziehen könnte. “Dass demnächst ein ‘Terminator’ aus den Laboren von ChatGPT oder Gemini entsteigt und uns zu seinen Knechten macht? Nein, diese Fantasie teile ich nicht”, so der Präsident.