Der KI-Therapeut als erste Anlaufstelle? Ein Autor und Psychotherapeut sieht darin große Chancen. "Bei der Behandlung von Angststörungen, leichten Depressionen und Burnout kann ein Chatbot durchaus Erstaunliches leisten", sagte Klaus Bernhardt im Interview der Zeitschrift Psychologie Heute (Juni-Ausgabe). Dies gelte besonders für maßgeschneiderte Anwendungen, die für diese Fälle programmiert worden seien.
Künstliche Intelligenz (KI) könne eine enorme Hilfe sein, wenn es darum gehe, negative Glaubenssätze aufzulösen - etwa "Mir passiert nur Schlechtes" oder "ich bin nichts wert". Diese lägen vielen psychischen Problemen zugrunde, erklärte Bernhardt, dessen Buch "Der KI-Therapeut" vor kurzem erschienen ist. Chatbots könnten Schritt für Schritt und über unterschiedlich lange Zeiträume durch einen Entwicklungsprozess hindurchführen - etwa, wenn es darum gehe, "nötige Veränderungen wie zum Beispiel einen Jobwechsel in die Tat umzusetzen".
