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Caritas-Präsidentin kritisiert Widersprüche bei Klimaschutz

Klimaschutz darf einkommensarme Verbraucher nicht überfordern. Darin sind sich Caritas-Präsidentin und SPD-Politiker einig. Gefordert sei Verlässlichkeit.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert eine soziale Ausgestaltung beim Klimaschutz. Er müsse so gestaltet werden, “dass er die einkommensarmen Haushalte finanziell nicht überfordert”, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch. Sie kritisierte, dass die Regierung gerade im Verkehrsbereich widersprüchliche Signale sende. “Es ist richtig, den ambitionierten Pfad weiterzugehen”, sagte sie. “Allerdings ist es das falsche Signal, die Luftverkehrssteuer zu senken und gleichzeitig das Deutschlandticket zu verteuern.”

Auch der stellvertretende SPD-Fraktionschef Esra Limbacher betonte, dass Verlässlichkeit und soziale Ausgestaltung beim Klimaschutz notwendig seien. “Aktuell stehen viele Verbraucherinnen und Verbraucher vor wirtschaftlichen Herausforderungen”, sagte Limbacher. “Da ist es entscheidend, dass die Politik ihnen Verlässlichkeit bietet.” Das tue die Koalition, indem es beim CO2-Preis für 2026 keinen übermäßigen sprunghaften Anstieg geben werde. “Das Gleiche muss auch für 2027 gelten.”

Die Verbraucherinnen und Verbraucher dürften beim Klimaschutz nicht überfordert werden, sagte der SPD-Politiker. “Wir werden die soziale Ausgestaltung wichtiger Förderprogramme fortsetzen und ausbauen, insbesondere bei der Förderung neuer Heizungen oder etwa beim Kauf eines fortschrittlichen Autos aus Europa.”