Bundesregierung will neues Gedenkstättenkonzept beschließen

NS-Zeit und SED-Diktatur im Fokus: In der vergangenen Wahlperiode war ein neues Gedenkstättenkonzept in der Ampel-Regierung gescheitert. Nun legt Schwarz-Rot nach. Das Kabinett will es an diesem Mittwoch beschließen.

Wie wollen und sollen wir uns künftig an die NS-Terrorherrschaft und die SED-Diktatur erinnern? Zur Förderung der entsprechenden Gedenkstätten will die Bundesregierung ein neues Konzept beschließen. Dazu befasst sich das Kabinett an diesem Mittwoch in Berlin mit einer Vorlage von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Das geschichtspolitische Grundsatzpapier soll das bisherige Konzept aus dem Jahr 2008 ablösen.

In der vergangenen Wahlperiode war ein Anlauf für ein neues Gedenkstättenkonzept von Weimers Vorgängerin Claudia Roth (Grüne) gescheitert. Roth hatte auch Themen wie die Geschichte des Kolonialismus, der Einwanderungsgesellschaft und der Demokratie in die Erinnerungskultur des Bundes aufnehmen wollen. Weimer sprach sich in den vergangenen Monaten dagegen aus, Themen wie den deutschen Kolonialismus mit dem Holocaust zu vermengen.

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