In diesem Jahr feierten Kanzler Merz, aber auch der frühere Kanzlerkandidat Martin Schulz ihren 70. Geburtstag. Zu Beginn des neuen Jahres folgt der Bundespräsident. Was er an seinem Ehrentag vorhat.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 5. Januar 70 Jahre alt. Seinen Geburtstag wird das Staatsoberhaupt im Kreise der Familie verbringen, wie eine Sprecherin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte. Zwei Tage später veranstaltet die Körber-Stiftung aus diesem Anlass in der Akademie der Künste in Berlin ein Symposium zum Thema “Demokratie als Auftrag”. Dabei wird der frühere Nato-Generalsekretär und heutige norwegische Finanzminister Jens Stoltenberg eine Festrede halten. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion mit dem bulgarischen Politologen Ivan Krastev und dem Historiker Norbert Frei geplant.
Steinmeier hat das höchste politische Amt seit 2017 inne, 2022 wurde er für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Er stammt aus Lippe in Ostwestfalen. Nach Abitur, Jura-Studium und Promotion machte er in der SPD Karriere, zunächst als Landespolitiker in der Regierung von Gerhard Schröder (SPD) in Niedersachsen, dann mit der ersten rot-grünen Bundesregierung ab 1998 in der Bundespolitik.
Er war Chef des Bundeskanzleramts, in zwei Legislaturperioden Außenminister und SPD-Fraktionsvorsitzender. Als Bundespräsident wirbt Steinmeier für Zusammenhalt und den Wert der Demokratie. Für den Jahrestag des Grundgesetzes am 23. Mai ruft das Staatsoberhaupt für das Jahr 2026 erstmals zu einem “Ehrentag” auf, an dem sich möglichst viele Menschen für die Gemeinschaft engagieren sollen.
Vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten war der engagierte Protestant als Kandidat für das Amt des Kirchentagspräsidenten im Gespräch. Als Staatsoberhaupt gehören Besuche auf Kirchen- und Katholikentagen zu seinen regelmäßigen öffentlichen Auftritten. Steinmeier ist mit der Juristin Elke Büdenbender verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.