Nach mehreren Biografien über den neuen Papst führt jetzt ein Band mit eigenen Texten in sein Denken ein. Besonderes Gewicht legt er auf den Einsatz der Kirche in der Gesellschaft.
Eine Neuerscheinung präsentiert Texte von Papst Leo XIV. zu Kernbegriffen des christlichen Glaubens wie Kirche, Frieden, Hoffnung oder Gerechtigkeit. Das am Donnerstag vom Vatikanverlag LEV auf Italienisch herausgegebene Buch “La forza del Vangelo. La fede cristiana in 10 parole” (Die Kraft des Evangeliums. Der christliche Glaube in zehn Worten) stellt bereits publizierte Beiträge zusammen. Das Vorwort verfasste der Papst neu.
Darin schreibt er, Christen müssten in der heutigen von Kriegen gezeichneten Zeit ein Zeugnis der Eintracht, Geschwisterlichkeit und Nächstenliebe geben. “Dies hängt nicht allein von unseren Kräften ab, sondern ist ein Geschenk von oben”, so der Papst. Die Kirche könne “den Traum einer versöhnten, im Einklang lebenden, befriedeten Menschheit verkörpern”.
Zugleich betont er, Christen dürften “strukturelle Ungerechtigkeiten – Reiche werden immer reicher und im Gegenzug Arme immer ärmer – nicht länger hinnehmen”. Angesichts von Hass und Gewalt in der Gesellschaft sei das Sich-gegenseitig-Anerkennen als Geschwister “das Gegengift zu jeglichem Extremismus”.