Die Bremische Evangelische Kirche hat ihr Bekenntnis zur Demokratie bekräftigt. Das Bremer Kirchenparlament stimmte am Donnerstag mit großer Mehrheit einem Antrag von Jungdelegierten mit dem Titel „Demokratie schützen und stärken“ zu. Darin wird der kirchenleitende Kirchenausschuss beauftragt, die Gemeinden nachdrücklich aufzufordern, ihre Satzungen und Ordnungen zu überprüfen und anzupassen, um demokratiefeindlichen Einflüssen strukturell vorzubeugen.
Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus begrüßte für den Kirchenausschuss den Vorstoß der jungen Delegierten der Synode, die in Bremen „Kirchentag“ heißt. Er verwies unter anderem auf die Verfassung der bremischen Kirche. Dort werde betont, dass die Kirche die soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt und Teilhabe fördert. Und weiter: „Sie fördert ein Zusammenleben in Vielfalt und die Gleichstellung aller Menschen. Sie wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung und setzt sich für gleichberechtigte Teilhabe am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben ein.“
Kuschnerus kündigte eine Selbstverpflichtung an, „die allen Hauptamtlichen vor Augen stellt, nach welchen Gundsätzen wir in allen Bereichen der Kirche arbeiten wollen.“ Die Richtlinie soll dem Kirchentag im Juni 2026 vorgestellt werden.