Zölle, Zweifel, Zuversicht: Rottenburger Bischof Klaus Krämer stellt dem Rückzug in alte Zeiten den Glauben an Veränderung entgegen. Die Osterbotschaft sei heute aktueller denn je.
Die Hoffnung der gesellschaftlichen Verunsicherung entgegenstellen - dazu hat der Rottenburger Bischof Klaus Krämer aufgerufen. Globale Veränderungen verunsicherten viele Menschen und machten den Umgangston untereinander rauer, sagte er laut Manuskript am Ostersonntag in Rottenburg. Manche Menschen hätten sogar die Hoffnung auf eine gute Zukunft aufgegeben - andere träumten sich in eine scheinbar goldene Vergangenheit zurück. "Kriege, Zölle und Gegenzölle bringen eingespielte Handelsbeziehungen und Bündnisse durcheinander", zählte der Bischof auf.
Auswirkungen des Klimawandels seien immer deutlicher zu spüren, und auch die Institution Kirche stehe vor großen Herausforderungen, sagte der Bischof. Das christliche Fest der Auferstehung Jesu finde 2025 in einer Zeit großer Umbrüche und Veränderungen statt. Doch die Hoffnung auf eine gute Zeit sterbe nicht. Im Vertrauen auf Gott gelte es, Neues zu wagen und Veränderungsprozesse gemeinsam zu gestalten, um eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen zu schaffen.