Der Flüchtlingsbeauftrage der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Berliner Bischof Christian Stäblein, hat Forderungen nach einer Aufweichung des individuellen Rechts auf Asyl kritisiert. Er sei „sehr betroffen, wie an dieser Stelle ein Recht, das man nur individuell ausüben kann, in Pauschalierungen, Kontingente, in Verschiebebahnhöfe gebracht wird“, sagte Stäblein im RBB-Inforadio. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), hatte unter anderem angeregt, das Recht auf Asyl durch Kontingentlösungen zu ersetzen.
Stäblein betonte, bei Asylverfahren gehe es um Menschen. „Wir wissen aus unserer eigenen Geschichte, dieses ist ein individuelles Recht und kann nur so gelebt werden, dass jeder unvertretbar einzeln sein Recht bekommt“, betonte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
