Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft der ugandischen Regierung unverhältnismäßig hartes Vorgehen gegen Umweltaktivisten vor. Diese kritisieren den Bau einer Ölpipeline von Uganda nach Tansania, der federführend von der französischen Firma TotalEnergies umgesetzt wird, erklärte die Organisation bei der Veröffentlichung eines Berichts zum Thema. Wegen ihres Engagements würden die Aktivistinnen und Aktivisten eingeschüchtert, festgenommen und zum Teil vor Gericht gestellt. In der Zivilgesellschaft herrsche ein Klima der Angst.
Laut dem Bericht wurden seit 2021 mehr als 30 Pipeline-Kritiker ohne Verfahren für mehrere Tage im Gefängnis festgehalten. 54 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen seien verboten worden. Mehrere Organisationen berichteten zudem, dass ihre Büros durchsucht und Computer sowie weitere Materialien beschlagnahmt wurden. Derzeit laufen mehrere Gerichtsverfahren gegen Aktivisten, basierend auf der vagen Anklage „Erregung öffentlichen Ärgernisses“.
