Die Münchner Gründungsberaterin Anne Dörner hat angesichts aktueller Herausforderungen etwa im Sozialsektor oder wegen des Klimawandels ein Umdenken im Wirtschaften gefordert. „Wir brauchen mehr Unternehmen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen“, sagte Dörner von der Münchner Social Entrepreneurship Akademie auf der Nürnberger Sozialwirtschaftsmesse ConSozial. Sie will Menschen aus der Sozialbranche motivieren, mit ihrem Unternehmen soziale oder ökologische Veränderungen voranzutreiben.
Die Social Entrepreneurship Akademie habe inzwischen mehr als 150 Social Start-ups erfolgreich begleitet. Wobei der englische Begriff „Social“ im Deutschen nicht nur für sozial im engeren Sinn, sondern auch für einen „gesellschaftlichen Beitrag“ stehe, sagte sie: „Es geht darum, gesellschaftliche Fragen zu lösen.“ So habe sich etwa ein betreutes Sozialunternehmen der mentalen Gesundheit verschrieben. Andere wiederum hätten ihr Geschäftsmodell auf digitale Inklusion oder Mini-Kitas für Unternehmen ausgerichtet, erläuterte Dörner.
Social Startups wollten nicht nur die Welt verbessern, sondern auch ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen. Sonst könnten sie sich als gemeinnützige Vereine organisieren, erläuterte Dörner. Sie würden den Gewinn aber auch nicht vor den weltverbessernden Geschäftszweck setzen. Bei Sozialunternehmen stehe immer die gute Sache im Vordergrund, „aber nicht der dritte Porsche“, spitzt die soziale Gründerberaterin zu. Man müsse als junges Sozialunternehmen auch nicht alles selbst stemmen, sondern geeignete Partner mit ins Boot holen. (00/3097/17.10.2024)