Angestellte bei Post- und Zustelldiensten in Schleswig-Holstein sind häufiger krankgemeldet als Arbeitnehmende in anderen Branchen. Im vergangenen Jahr hätten sich Berufstätige in der Zustellbranche und Lagerwirtschaft durchschnittlich 34 Tage arbeitsunfähig gemeldet, berufsübergreifend habe der Wert in Schleswig-Holstein 24,8 Tage betragen, teilte die Barmer-Krankenkasse am Freitag mit.
Besonders die „Black Week“ setze Beschäftigte bei Post- und Zustelldiensten sowie in der Lagerwirtschaft unter Druck. In dieser Woche werden Waren online oft hoch reduziert angeboten. Bestellungen würden sich daher häufen. „In der aktuell so stark geforderten Berufsgruppe der Zusteller fallen täglich rund 93 von 1.000 Beschäftigten krankheitsbedingt aus“, sagte Torsten Nowak, Barmer-Landespressesprecher.
Insbesondere Rückenleiden verursachen Barmer-Analysen zufolge hohe Fehlzeiten in der Zustellbranche. Durchschnittlich fehlen Angestellte in diesem Bereich neun Tage wegen Rückenschmerzen, der Durchschnitt in Schleswig-Holstein liegt bei 4,6 Tagen. „Um Beschäftigte in der Zustellbranche und Lagerwirtschaft zu entlasten, sollte man beim Online-Einkauf darauf achten, möglichst viele Artikel in einer Bestellung zu bündeln“, sagte Nowak. Außerdem könne es helfen, dem Zustellenden bei Bestellungen etwas entgegenzugehen.