Ausstellung über sowjetische Geheimdienststadt

Die Gedenk- und Begegnungsstätte im früheren KGB-Gefängnis in Potsdam informiert mit einer Ausstellung über die einstige sowjetische Geheimdienststadt am Ort. Unter dem Titel „Menschen. Macht. Machorka“ würden dort Einblicke in das zwischen 1945 und 1994 bestehende „Militärstädtchen Nr. 7“ gegeben, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit. Die Open-Air-Ausstellung in einer Grünanlage nahe der Gedenkstätte sollte am Donnerstag eröffnet werden und wird bis zum 31. Oktober gezeigt.

Präsentiert werden den Angaben zufolge seltene historische Fotografien, die in der Geheimdienststadt entstanden sind. Sie vermittelten einen Eindruck vom Leben der Menschen in dem hoch gesicherten Areal, hieß es. Darunter waren Mitarbeiter der Spionageabwehr und Wehrdienstleistende ebenso wie Untersuchungshäftlinge. Anlass für die Ausstellung ist der 30. Jahrestag des Abzugs der GUS-Truppen 1994.

Die Ausstellung entstand den Angaben zufolge in Kooperation mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Stiftung stelle das sogenannte Mirbachwäldchen als Ausstellungsort für die Präsentation der großformatigen Fotografien zur Verfügung, hieß es. Der historische Park verbindet den Neuen Garten mit der Gedenkstätte Leistikowstraße und diente während der sowjetischen Nutzung als Sportanlage.

Die historischen Fotografien, die teilweise erstmals zu sehen sind, stammen den Angaben zufolge unter anderem von einem Überläufer des Geheimdienstes und früheren Wehrdienstleistenden des Wachbataillons. Sie werden durch weitere Informationen ergänzt.

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