Ausstellung mit alten Weihnachtsfotos: Früher war mehr Lametta

Opa Hoppenstedts Gemäkel „Früher war mehr Lametta“ aus Loriots Sketch zum Weihnachtsfest ist längst zum geflügelten Wort geworden. Eine Ausstellung unter dem gleichnamigen Titel mit Familienfotos, die zwischen 1880 und 1980 unter den Weihnachtsbäumen Bremer Familien entstanden sind, will nun zeigen, dass das auch stimmt. Sie soll am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Bremer Kulturkirche eröffnet werden. „Vieles wird Besucherinnen und Besuchern beim Betrachten der knapp 200 Fotos vertraut vorkommen“, versprach am Montag Pastorin und Initiatorin Jeannette Querfurth.

Familien um bunte Teller, Kinder mit Blockflöten, auf neuen Fahrrädern, mit Carrera-Bahnen oder Puppenstuben, Väter mit schwarzem Anzug und Krawatte, Mütter im feinen Kleid oder mit der Kittelschürze beim Festtagsbraten: Alles das ist auf den historischen Bildern zu sehen, die Querfurth auch nach einem öffentlichen Aufruf zusammengetragen hat. „Aber auch ärmliche Weihnachten mit dürren Weihnachtsbäumen in der Kriegs- und Nachkriegszeit“, ergänzte die evangelische Theologin.

Ein Jahrhundert Zeitgeschichte im Kleinen und im Großen: Durch die Jahrzehnte spiegeln die Fotos sowohl wechselnde Vorlieben als auch Welt- und Familiengeschichten. Ergänzend zu den Fotos gibt es eine Dia-Show zu sehen. In der Seitenkapelle der Kulturkirche wird ein originales Weihnachts-Wohnzimmer von vor 50 Jahren aufgebaut. „Eines ist aber auf fast allen Fotos unübersehbar“, sagte Querfurth: „Früher war mehr Lametta. Viel mehr!“

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