Angriff auf Flüchtlingsunterkunft: Erster Tatverdächtiger ermittelt

Nach einem Überfall auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus im sächsischen Sebnitz hat die Polizei einen ersten Tatverdächtigen ermittelt. Möglicherweise hat er nicht alleine gehandelt.

In Dresden gab es einen Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild)
In Dresden gab es einen Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild)epd-Bild/ Rolf Zoellner

Nach einem Überfall auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus im sächsischen Sebnitz hat die Polizei einen ersten Tatverdächtigen ermittelt. Der 20-jährige Deutsche soll mit einer Sturmhaube maskiert in das Haus an der Langen Straße eingedrungen sein und zwei Hausbewohner im Alter von 16 und 18 Jahren mit einer Stange attackiert haben, teilte die Polizei in Dresden mit. Zudem soll er fremdenfeindliche Parolen gerufen haben. Gegen ihn werde unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung sowie Hausfriedensbruchs ermittelt.

Polizei prüft Tatbeteiligung von zwei weiteren Männern

Nach einem mutmaßlichen Komplizen wird laut Polizei noch gefahndet. Weiterhin werde die Tatbeteiligung von zwei weiteren Männern geprüft, die sich vor der Flüchtlingsunterkunft aufhielten, hieß es. Nach Angaben der Polizei geriet der 20-Jährige aufgrund einer Personenbeschreibung sowie eines Videos der Tat ins Visier der Ermittler. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung am Sonntagabend seien mehrere Beweismittel sichergestellt worden.

Bei dem Vorfall in der Nacht zu Sonntag waren die teilweise maskierten Täter in das Flüchtlingsheim eingedrungen und hatten Gegenstände auf zwei 16- und 18-jährige Afghanen geworfen. Der 18-Jährige wurde später ambulant versorgt. Der 16-Jährige blieb laut Polizei unverletzt.