Altonaer Museum beschäftigt sich mit “Heimat”

Das Altonaer Museum zeigt bis zum 16. März 2026 die Ausstellung „Was heißt hier Heimat? Ein Perspektivwechsel“. Darin widme sich das Haus einem Begriff, der polarisiert, teilte das Museum am Mittwoch mit. „Heimat steht für Vertrautheit und Zugehörigkeit - wird aber ebenso als Mittel der Abgrenzung genutzt.“ In der Ausstellung gehe es auch um die Geschichte des Hauses, das 1901 als „Heimatmuseum“ unter Gründungsdirektor Otto Lehmann (1865-1951) eröffnete.

Lehmann habe in den Anfängen bäuerliche Objekte, Keramiken und Trachten gesammelt und versucht, ein „idealisiertes Bild der norddeutschen Heimat zu bewahren“. Seine späteren Schriften und Aktivitäten haben eine ideologische und völkische Prägung, die dem Altonaer Museum zufolge heute einer kritischen Auseinandersetzung bedürfen. Ein Teil der Ausstellung seien Archivmaterialien, die sein Museumsverständnis und seine Rolle in der Kulturpolitik des NS-Systems beleuchten.

Anhand dieser historischen Objekte zeigt die Ausstellung, wie das Altonaer Museum einst ein romantisiertes Heimatbild vermittelte. Demgegenüber zeigen zeitgenössische Fotografie und Design, „dass Heimat kein fester Ort ist, sondern ein individueller und gesellschaftlicher Prozess, geprägt von Migration, Erinnerung, Zugehörigkeit, Macht und Entfremdung“, heißt es.

Besucherinnen und Besucher können sich zudem in einer „Heimatbibliothek“ literarisch mit Begriffen wie Heimat, Beheimatung oder Wahlheimat auseinandersetzen.

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