Abtei Liesborn rückt Tanz in den Fokus

Das Museum Abtei Liesborn in Wadersloh widmet sich ab Sonntag (9. März) dem Tanz. Unter dem Titel „Tanz ins Zwanzigste“ richtet die Ausstellung den Blick auf den Tanz als Kunstform sowie als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen der ersten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts, wie das Museum am Donnerstag in Wadersloh mitteilte. Präsentiert werden mehr als 200 Grafiken und Kleinplastiken aus der Sammlung der Kölner LETTER Stiftung.

Den Auftakt der Ausstellung bildeten Reigendarstellungen mythologischer Wesen im Gefolge des Weingottes Bacchus, die den sinnlich-arkadischen Aspekt des Tanzes illustrierten. Ihnen folgen nach Museumsangaben Werke, die von den Ideen der Lebensreform beeinflusst seien, die um 1900 Bewegung und Tanz in der freien Natur propagierten. Auch die Gesellschaftstänze der vergnügungshungrigen „Roaring Twenties“ seien in den Werken der bildenden Kunst thematisiert.

Die Ausstellung relativiere das herkömmliche Bild, allein die Avantgarde habe sich im frühen 20. Jahrhundert des Tanz-Themas bildkünstlerisch angenommen, erklärte das Museum. Die aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit geratenen Grafiker und Bildhauer spiegelten die „Szene“ jener Zeit wider. Der Fokus der bis zum 18. Mai gezeigten Schau liege auf Werken heute weniger bekannter Kunstschaffender, die es wiederzuentdecken gelte, hieß es.

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